Balkonsichtschutz Markisenstoff 90x300 cm, UV-beständig, wasserabweisend, 280 g/m²
Klemmmarkise ohne Bohren höhenverstellbar Weiß UPF 60+ 250x150 cm
Die Klemmmarkise: Der maßgeschneiderte Sonnenschutz für den Balkon – ganz ohne Bohren
Der Sommer steht vor der Tür, die Temperaturen klettern in die Höhe und der heimische Balkon wird zum unverzichtbaren zweiten Wohnzimmer. Doch so wunderbar die Sonne auch ist – ohne den passenden Sonnenschutz heizen sich nicht nur die Bodenfliesen extrem auf, sondern oft auch die dahinterliegenden Wohnräume. An diesem Punkt stehen viele Bewohner von Etagenwohnungen und Mehrfamilienhäusern vor einem massiven Problem: Das Anbohren der Hausfassade oder der modernen Wärmedämmung (WDVS) ist seitens der Hausverwaltung oder des Eigentümers strengstens untersagt. Die Lösung für dieses weitverbreitete Dilemma ist so simpel wie genial: Die Klemmmarkise. Sie wurde speziell als unkomplizierter Sonnenschutz für Mieter entwickelt, da ihre Montage völlig zerstörungsfrei und zu 100 % ohne Bohren erfolgt.
Im direkten Vergleich zu einem klassischen Sonnenschirm, der mit seinem klobigen Ständer wertvolle und ohnehin knappe Stellfläche auf kleinen Balkonen raubt und bei der ersten Windböe umzukippen droht, nutzt die Markise zum Klemmen geschickt die Vertikale. Sie bietet eine großflächige Beschattung von oben, blockiert gefährliche UV-Strahlung und sorgt für ein angenehmes Mikroklima, ohne dass Sie einen schweren Schirmständer über den Balkon manövrieren müssen. Zudem werten Sie Ihren Außenbereich durch hochwertige Markisenstoffe in modernen, sommerlichen Farben optisch enorm auf.
Teleskopstangen im Detail: Wie funktioniert das bohrfreie Spannsystem eigentlich?
Das Herzstück und das Geheimnis der enormen Stabilität jeder Balkon-Klemmmarkise sind die vertikalen, stufenlos ausziehbaren Teleskopstangen. Diese bestehen in der Regel aus robustem, pulverbeschichtetem Stahl oder leichtem Aluminium. Das Prinzip ähnelt grob einer Duschstange, ist jedoch technisch für deutlich höhere Lasten ausgelegt. Um das System zu installieren, benötigen Sie lediglich einen festen Boden und eine stabile Decke direkt darüber – beispielsweise die Unterseite der Balkonplatte des Nachbarn über Ihnen oder einen massiven, geraden Dachvorsprung.
Die Teleskopstangen werden zunächst grob auf die gewünschte Einbauhöhe (den Abstand zwischen Boden und Decke) ausgezogen und über einen Pin oder eine Schraube arretiert. Anschließend kommt das fein justierbare, integrierte Gewinde ins Spiel: Durch einfaches Drehen bauen Sie Millimeter für Millimeter eine enorme mechanische Spannung zwischen Boden und Decke auf. An den Enden der Stangen befinden sich großflächige, rutschfeste Gummifüße (Anti-Rutsch-Pads). Diese schonen nicht nur empfindliche Bodenbeläge wie Fliesen, Waschbeton oder Holzdielen, sondern verteilen den Anpressdruck so gleichmäßig, dass die Konstruktion absolut sicher und bombenfest sitzt. Die Tuchwelle, in der der Stoff aufgerollt ist, sowie die stabilen Ausfallarme, die das Gewebe nach vorne ausstellen, sind bereits fest an diesen senkrechten Stangen montiert. Das Ergebnis ist ein frei schwebendes Beschattungssystem, für das Sie weder Dübel noch eine Bohrmaschine benötigen.
Die rechtliche Seite: Darf man eine Klemmmarkise ohne Erlaubnis des Vermieters aufstellen?
Die Installation einer klassischen, fest verschraubten Gelenkarmmarkise führt zwischen Mietern und Eigentümern erschreckend häufig zu juristischen Streitigkeiten. Das Bohren in die Außenwand stellt rechtlich gesehen eine sogenannte "bauliche Veränderung der Mietsache" dar. Beschädigt man dabei aus Versehen die Isolierung, können langfristig teure Kältebrücken oder Schimmelbildung im Mauerwerk entstehen. Daher verweigern viele Vermieter von vornherein die Zustimmung für solche Anlagen.
Bei der Klemmmarkise sieht die rechtliche Lage jedoch grundlegend anders aus. Da sie durch das Teleskop-System lediglich zwischen Boden und Decke eingespannt wird, gilt sie vor dem Gesetz in den allermeisten Fällen als temporäres Balkonmöbelstück oder Sichtschutz – ähnlich einem Regal oder einem aufgestellten Sonnenschirm. Sie hinterlässt beim späteren Abbau keinerlei Bohrlöcher, Kratzer oder Risse im Putz. Das bedeutet für Sie als Mieter: Sie müssen den Vermieter im Regelfall nicht um Erlaubnis fragen, da Sie die Bausubstanz des Gebäudes in keinster Weise antasten. (Einzige Ausnahme: Wenn eine Eigentümergemeinschaft in der Hausordnung extrem strenge Regeln für das optische Erscheinungsbild der Fassade festgelegt hat, können bestimmte grelle Tuchfarben untersagt sein – wählen Sie im Zweifel neutrale Farben wie Grau, Sand oder Anthrazit).
Stabilität und Sicherheit: Hält eine Klemmmarkise auch bei Wind?
Eine der häufigsten Fragen, die uns Kunden stellen, lautet: "Kann ein System, das nur geklemmt ist, wirklich sicher halten?" Die Antwort lautet: Ja, für den vorgesehenen Einsatzbereich absolut! Das Klemmsystem ist so konzipiert, dass es dem Eigengewicht der Konstruktion sowie leichtem Sommerwind problemlos standhält. Die Spannung der Teleskopstangen ist bei korrekter Montage enorm stark.
Man darf jedoch die Physik nicht ignorieren: Da die Markise nicht mit massiven Schwerlastankern fest im Betonmauerwerk verankert ist, bietet sie ausgefahren bei extremen Windböen oder Sturm eine große Angriffsfläche. Wenn starker Wind unter das ausgefahrene Tuch greift, können Kräfte entstehen, die das Spannsystem überlasten, wodurch die Stangen im schlimmsten Fall verrutschen könnten. Daher gilt der eiserne Grundsatz: Bei aufziehendem Unwetter, Sturmwarnungen oder starkem Regen muss die Klemmmarkise zwingend eingefahren werden. Solange Sie diese einfache Regel beachten, bietet Ihnen das System über viele Jahre hinweg einen sicheren und äußerst zuverlässigen Schattenplatz.
Nachhaltig und extrem flexibel bei einem Umzug: Einer der größten versteckten Vorteile dieses Systems zeigt sich erst, wenn sich Ihre Wohnsituation ändert. Während fest verschraubte Markisen beim Auszug oft mühsam demontiert, Bohrlöcher zugespachtelt und die Fassade neu gestrichen werden müssen (oder die Markise mit großem Wertverlust an den Nachmieter verschenkt wird), reist die Klemmmarkise einfach mit Ihnen mit. Sie lösen die Spannung der Teleskopstangen in weniger als zwei Minuten, rollen das Gestell zusammen und nehmen Ihren hochwertigen Sonnenschutz bequem mit in die neue Wohnung. Dank der stufenlosen Höhenverstellbarkeit passt sie sich dort sofort an den neuen Balkon an.
Welche Markisenarten gibt es?
Kassettenmarkisen / Vollkassettenmarkisen
Die Kassettenmarkise ist die Premium-Lösung für Ihre Terrasse. Ist die Markise eingefahren, ruhen das Markisentuch und die Gelenkarme vollständig geschützt in einer geschlossenen Kassette. Diese Vollkassettenmarkise bietet maximalen Schutz vor Regen, Wind und Schmutz. Egal ob Sie eine Kassettenmarkise 4x3m, 5x3m oder 6m Breite suchen, Modelle mit integrierter LED-Beleuchtung und elektrischem Antrieb bieten höchsten Komfort in den Abendstunden. Der wetterfeste, UV-beständige Stoff und Gehäusefarben wie modernes Anthrazit machen das System zum optischen Highlight an jeder Hausfassade.
Halbkassettenmarkisen
Eine Halbkassettenmarkise bietet einen idealen Kompromiss für Montageorte, die durch einen Dachüberstand oder Balkon bereits leicht geschützt sind. Das Tuch und die Mechanik werden von oben und vorne durch die Kassette vor Witterung geschützt, während die Konstruktion nach unten offen bleibt. Oft stellt sich die Frage nach dem Unterschied zwischen Kassettenmarkise und Halbkassettenmarkise: Die Halbkassette ist durch die reduzierte Bauform oft leichter und preiswerter, bietet aber dennoch hervorragenden Wetterschutz. Besonders gefragt sind Größen wie die Halbkassettenmarkise 4x3 oder 5x3m, wahlweise manuell mit Kurbel oder elektrisch per Motor steuerbar.
Gelenkarmmarkisen
Die klassische Gelenkarmmarkise ist der robuste und bewährte Sonnenschutz für Terrasse und Balkon. Ohne umschließende Kassette ist diese offene Markise besonders leicht und lässt sich flexibel an der Wand oder per Deckenmontage befestigen. Stabile Gelenkarme bringen das Markisentuch auf die gewünschte Spannung. Von der kompakten Balkon Markise mit 2m oder 3m Breite bis zur großen Gelenkarmmarkise 4m x 3m überzeugt dieses System durch Langlebigkeit. Eine integrierte Neigungsverstellung ermöglicht den optimalen Blendschutz, ganz gleich, ob Sie die Markise per Handkurbel bedienen oder sich für eine elektrische Gelenkarmmarkise entscheiden.
Elektrische Markisen & Solarmarkisen
Genießen Sie maximalen Bedienkomfort für Ihren Außenbereich. Eine elektrische Markise lässt sich bequem per Fernbedienung oder über ein Smart-Home-System steuern. Kein lästiges Kurbeln mehr – leise Rohrmotoren fahren den Sonnenschutz sanft und materialschonend ein und aus. Besonders innovativ und nachhaltig ist die autarke Solarmarkise mit Solarantrieb. Hier entfällt das aufwendige Verlegen von Stromkabeln völlig. Kombiniert mit einem Windwächter oder Sonnensensor reagiert die Beschattung zudem vollautomatisch auf Wetterumschwünge und schützt das System vor Sturmschäden.
Klemmmarkisen & Balkonsichtschutz
Für den urbanen Raum ist ein passgenauer Balkonsichtschutz essenziell. Wo eine ausladende Terrassenüberdachung keinen Platz findet, schützen Senkrechtmarkisen und Seitenmarkisen effektiv vor tiefstehender Sonne, seitlichem Wind und neugierigen Blicken. Das wasserdichte Gewebe dient als hervorragender Sicht- und UV-Blocker. Wer in einem Mietobjekt keine Löcher in die Fassade bohren darf, greift idealerweise zur stabilen Klemmmarkise für den Balkon ohne Bohren. Diese wird flexibel zwischen Boden und Decke gespannt und lässt sich bei einem Umzug rückstandslos demontieren.
Welche Markise ist die richtige für mich?
Im Hochsommer werden Terrasse und Balkon schnell zum zweiten Wohnzimmer. Bei warmen Temperaturen verbringt man die Zeit am liebsten unter freiem Himmel. Doch so schön die ersten Sonnenstrahlen auch sind: Eine zuverlässige Beschattung ist ein absolutes Muss, um den Sommer unbeschwert und vor allem sicher (Stichwort: UV-Schutz) genießen zu können.
Aber welche Beschattungsmöglichkeit ist die richtige? Welche Markise erfüllt die individuellen Wünsche und fügt sich optisch perfekt in die Architektur ein? Die Anschaffung eines hochwertigen Sonnenschutzes ist eine langfristige Investition, die wohlüberlegt sein will. Um die richtige Entscheidung zu treffen, sollten im Vorfeld folgende drei Kernfragen geklärt werden:
1. Die Einbausituation vor Ort
Die baulichen Gegebenheiten an Ihrer Fassade spielen bei der Systemwahl die ausschlaggebende Rolle.
- Geschützte Lagen: Kann die Anlage unter einem tiefen Mauervorsprung oder direkt unter einem darüberliegenden Balkon montiert werden, ist eine offene Gelenkarmmarkise eine hervorragende und oft kosteneffiziente Option. Der bauliche Überstand bietet hier bereits ausreichenden Schutz vor Regen und Schmutz.
- Teilgeschützte Lagen: Ist die Beschattung teilweise dem Wetter ausgesetzt, ist eine Halbkassettenmarkise ideal. Hierbei werden das Tuch und die mechanischen Bauteile (wie die Tuchwelle) im eingefahrenen Zustand von oben und von vorne durch ein Gehäuse geschützt. Lediglich nach unten hin bleibt die Anlage offen.
- Ungeschützte Lagen: Wird das System an der ungeschützten Wetterseite des Hauses montiert, führt an einer hochwertigen Kassettenmarkise (auch Vollkassettenmarkise genannt) kein Weg vorbei. Im eingefahrenen Zustand umschließt die Kassette das Tuch und die sensiblen Gelenkarme komplett. Das System ist somit zu 100 Prozent vor Wind, Wetter und Verschmutzung geschützt.
2. Lage, Ausrichtung und Abmessungen
Viele Terrassen sind nach Süden oder Westen ausgerichtet, um die Sonne bis in die Abendstunden nutzen zu können.
- Die richtige Größe: Je größer die zu beschattende Fläche, desto größer müssen Breite und Markisenausfall gewählt werden. Für gängige Terrassengrößen ist beispielsweise eine Kassettenmarkise 4x3m oder 5x3m ideal, während für städtische Wohnungen oft eine kompakte Balkon Markise mit 3m Breite ausreicht.
- Schutz bei tiefstehender Sonne: Besonders bei einer westlichen Ausrichtung blendet die Sonne in den späten Nachmittags- und Abendstunden stark. Hier empfiehlt sich dringend ein Markisenstoff mit Volant. Dieser zusätzliche vertikale Stoffabschluss dient als effektiver Blendschutz und erhöht die Privatsphäre. Achten Sie bei der Stoffwahl zudem auf einen hohen, zertifizierten UV-Schutz und farbbeständige Materialien (z. B. langlebiges Acryl in zeitlosem Anthrazit).
3. Zusätzliche Komfortfunktionen
Da eine Terrassenbeschattung im Idealfall ein jahrzehntelanger Begleiter ist, sollten Sie bei der Planung nicht auf komfortable Extras verzichten, die den Alltag maßgeblich erleichtern.
- Bequeme Steuerung: Eine elektrische Markise mit integriertem leisen Funkmotor erspart Ihnen das lästige manuelle Kurbeln. Sie steuern den Schatten ganz bequem per Fernbedienung vom Liegestuhl aus. Wer sich das aufwendige Verlegen von Stromkabeln an der Fassade sparen möchte, greift zur innovativen, kabellosen Solarmarkise.
- Vollautomatisierung: Möchten Sie Ihr System wetterfest machen, können Sie es mit modernen Markisensteuerungen und Sensoren aufrüsten. Ein Wind- und Sonnenwächter misst die aktuellen Wetterdaten und fährt die Anlage bei Sturm vollautomatisch ein oder bei intensiver Sonneneinstrahlung aus. So bleibt das Tuch geschützt und das Haus im Hochsommer angenehm kühl.
- Stimmungsvolles Ambiente: Ein zentrales Kaufkriterium für gemütliche Sommerabende ist eine integrierte LED-Beleuchtung in den Gelenkarmen oder im Gehäuse. So ist die Beschattung nicht nur tagsüber ein funktionaler Sonnenschutz, sondern am Abend eine elegante und sparsame Lichtquelle für Ihre Terrasse.
Die richtigen Maße finden: So messen Sie Ihren Balkon korrekt aus
Bevor Sie Ihre neue Klemmmarkise bestellen, ist das exakte Ausmessen Ihres Balkons der wichtigste Schritt. Da das System auf Klemmkraft basiert, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Sie benötigen grundsätzlich zwei entscheidende Maße: Die Einbauhöhe und die Breite.
Messen Sie zunächst die Einbauhöhe, also den exakten vertikalen Abstand zwischen dem Balkonboden und der darüberliegenden Decke. Suchen Sie sich dafür die Stelle aus, an der die Stangen später stehen sollen. Messen Sie am besten an beiden Seiten (links und rechts), da Balkone oft ein leichtes Gefälle für den Wasserablauf haben. Unsere Teleskopstangen decken glücklicherweise eine enorme Spanne ab (meist stufenlos von etwa 2,00 Metern bis 3,00 Metern) und gleichen solche Höhenunterschiede mühelos aus. Bei der Breite messen Sie den Platz aus, den Sie beschatten möchten. Achten Sie jedoch zwingend darauf, links und rechts jeweils etwa 10 bis 15 Zentimeter Luft zur Hauswand oder zum Geländer einzuplanen, damit Sie die Handkurbel später noch bequem und ungehindert drehen können.
| Kriterium | Typische Spezifikationen | Darauf müssen Sie achten |
|---|---|---|
| Einbauhöhe | Stufenlos verstellbar (ca. 200 cm bis 300 cm) | Der Boden und die Decke müssen fest und tragfähig sein. Holzpaneele, die extrem nachgeben, sind als Gegenpol ungeeignet. |
| Gestell-Breite | Verfügbar in 150 cm, 200 cm, 250 cm, 300 cm, 350 cm, 400 cm | Die angegebene Breite bezieht sich meist auf das Gesamtgestell. Das reine Markisentuch ist bauartbedingt ca. 10–15 cm schmaler. |
| Ausfall (Tiefe) | Standardmäßig 120 cm bis 150 cm | Der Ausfall bestimmt, wie weit das Tuch maximal nach vorne ragt. Ideal, um nicht über die Balkonbrüstung hinauszustehen. |
| Montagezeit | Ca. 30 bis 60 Minuten | Werkzeuglose Endmontage. Wir empfehlen zwingend den Aufbau mit zwei Personen. |
Kinderleichter Aufbau: Die Montage zu zweit meistern
Einer der Hauptgründe, warum die Klemmmarkise so beliebt ist, ist der völlig unkomplizierte Aufbau. Sie benötigen keinen teuren Handwerker. Das Gestell wird in wenigen Teilen geliefert, die über einfache Steck- und Schraubverbindungen zusammengesetzt werden. Für das eigentliche Aufstellen auf dem Balkon raten wir dringend dazu, zu zweit zu arbeiten.
Während eine Person die lange Teleskopstange festhält und mit einer Wasserwaage lotrecht ausrichtet, kann die zweite Person das Gewinde andrehen, um den finalen Druck zwischen Boden und Decke aufzubauen. Wenn die Stangen schief eingespannt werden, verliert das System an Stabilität und die Tuchwelle rollt ungleichmäßig ab. Nehmen Sie sich für das senkrechte Ausrichten also unbedingt ein paar Minuten Zeit – es ist das Geheimnis für einen sicheren Halt.
Mehr als nur ein Dach: Der flexible Neigungswinkel und Sichtschutz
Im Gegensatz zu vielen fest montierten Anlagen bietet die Klemmmarkise eine fantastische Flexibilität bei der Nutzung. Das Tuch wird über zwei seitliche Ausfallarme (auch Fallarme genannt) gespannt. Diese Arme sind über verschiebbare Manschetten an den vertikalen Teleskopstangen befestigt. Das bedeutet, dass Sie die Höhe der Arme und den Neigungswinkel ganz nach Ihren Bedürfnissen anpassen können.
Profi-Tipp für die Abendsonne: Wenn die Sonne im Hochsommer am späten Nachmittag oder Abend sehr tief steht, hilft ein einfaches Schattendach von oben oft nicht mehr. Bei einer Klemmmarkise können Sie die seitlichen Ausfallarme fast komplett lösen und das Gestänge so einstellen, dass das Tuch nahezu senkrecht nach unten verläuft. So verwandeln Sie Ihre Markise im Handumdrehen in einen großflächigen, textilen Sicht- und Blendschutz. Das schützt nicht nur vor tiefstehenden Sonnenstrahlen, sondern auch vor neugierigen Blicken der Nachbarn beim gemütlichen Abendessen auf dem Balkon.
Mehr als nur Balkon-Schatten: Hitzeschutz für Ihre Innenräume
Oft wird die Klemmmarkise nur als Schattenspender für den Sitzplatz im Freien gesehen. Dabei erfüllt sie noch eine weitaus wichtigere Funktion: den passiven Hitzeschutz für die direkt angrenzenden Wohnräume. Wenn die Sommersonne ungehindert auf große Fensterfronten oder die Balkontür knallt, heizt sich das Wohn- oder Schlafzimmer dahinter extrem schnell auf. Innenliegende Rollos oder Vorhänge helfen hier nur bedingt, da die Hitze das Fensterglas bereits passiert hat. Eine außen angebrachte Balkonmarkise fängt die Sonnenstrahlen ab, bevor sie das Glas erreichen. So bleibt Ihr Zuhause an heißen Tagen spürbar kühler – eine natürliche Klimaanlage, die keinen Strom verbraucht und völlig ohne Bohren installiert wird.
Der Volant: Ein klassisches Detail mit großem Nutzen
Vielleicht ist Ihnen bei der Auswahl schon der zusätzliche, nach unten hängende Stoffstreifen am vorderen Ende der Markise aufgefallen. Dieser sogenannte Volant (oft mit einer leicht gewellten Kante versehen) ist nicht nur ein optisches, klassisches Design-Element, sondern erfüllt eine sehr praktische Aufgabe. Er dient als zusätzlicher Blendschutz, wenn die Sonne morgens oder am späten Nachmittag besonders tief steht und unter dem eigentlichen Schattendach hindurchscheinen würde. Zudem verdeckt der Volant im eingefahrenen Zustand das vordere Gestänge und sorgt so für einen sauberen, eleganten Abschluss.
Farben, Muster und UV-Schutz: Die Wahl des richtigen Tuches
Die Farbe Ihres Markisentuches hat einen massiven Einfluss auf die Atmosphäre Ihres Balkons und der dahinterliegenden Räume. Helle, unifarbene Stoffe (wie Weiß, Creme oder ein sanftes Sandgelb) reflektieren das Sonnenlicht hervorragend, lassen den Balkon optisch größer wirken und tauchen die angrenzenden Wohnräume in ein warmes, freundliches Licht. Dunklere Stoffe (wie Anthrazit, Dunkelblau oder Tannengrün) schlucken mehr Licht, was sie zu einem perfekten Blendschutz macht. Sie bieten oft einen noch minimal höheren UV-Schutz und lassen leichte Verschmutzungen durch Staub oder Insekten nahezu unsichtbar werden.
Wer es klassisch mag, greift zu den berühmten Blockstreifen (z. B. Weiß-Blau oder Weiß-Grau). Diese Musterung hat nicht nur Tradition, sondern auch einen praktischen Hintergrund: Durch den Streifenverlauf fallen leichte Faltenbildungen, die beim Einrollen des Stoffes ganz natürlich entstehen können, optisch deutlich weniger auf als bei komplett einfarbigen Stoffen.
Geheimtipp – Alternative Einsatzorte für Klemmmarkisen: Das praktische Teleskopsystem eignet sich nicht nur für den klassischen Mietbalkon. Wenn Sie eine überdachte Terrasse, eine tiefe Loggia, einen überdachten Hauseingang oder bodentiefe Fenster (sogenannte Französische Balkone) mit einem darüberliegenden Dachvorsprung besitzen, können Sie die Stangen auch dort problemlos einspannen. So schaffen Sie sich auch an ungewöhnlichen Orten im Handumdrehen einen maßgeschneiderten, flexiblen Sonnenschutz.
Häufig gestellte Fragen zu Klemmmarkisen (FAQ)
Brauche ich für eine Klemmmarkise wirklich keine Erlaubnis vom Vermieter?
In der Regel nein! Da Sie nicht in die Hausfassade oder Balkondecke bohren, verändern Sie die Bausubstanz des Gebäudes nicht. Die Markise gilt rechtlich meist als temporäres Balkonmöbelstück, das beim Auszug rückstandslos entfernt wird. Wohnungseigentümer (WEG) sollten dennoch kurz in die Hausordnung schauen, da manche Gemeinschaften spezielle Tuchfarben für ein einheitliches Außenbild vorschreiben.
Wie messe ich die richtige Größe für meinen Balkon aus?
Messen Sie als erstes die Einbauhöhe (den vertikalen Abstand vom Balkonboden bis zur direkt darüberliegenden Decke). Danach messen Sie die Breite der gewünschten Schattenfläche aus. Wichtig: Lassen Sie links und rechts ein wenig Luft zur Hauswand oder zum Geländer, damit Sie die Handkurbel noch bequem und ohne anzustoßen bedienen können.
Hält das Spannsystem auch bei stärkerem Wind?
Die massiven Gummifüße und das straffe Spannsystem halten die Konstruktion bei normalem Sommerwetter und leichtem Luftzug absolut sicher an Ort und Stelle. Da die Stangen jedoch nicht in der Wand verdübelt sind, fehlt die Sicherheit gegen echte Sturmböen. Bei starkem Wind oder Gewitter müssen Sie das Tuch zwingend aufrollen, da die Anlage sonst durch die Hebelwirkung verrutschen könnte.
Kann ich die Klemmmarkise auch bei schrägen Decken nutzen?
Davon raten wir ab. Leichte Unebenheiten im Beton gleichen die gummierten Füße problemlos aus. Wenn die Decke jedoch stark abfällt (z. B. unter einer steilen Dachschräge), haben die Teleskopstangen keinen sicheren, lotrechten Halt mehr und könnten unter Spannung abrutschen. Decke und Boden müssen für dieses System weitestgehend parallel zueinander verlaufen.
Wie verstelle ich den Ausfall und den Neigungswinkel?
Der Neigungswinkel lässt sich bei Klemmmarkisen extrem weiträumig anpassen. Sie können die Arretierungsschrauben der seitlichen Fallarme an den Teleskopstangen lösen und die Arme in der Höhe verschieben. So lässt sich das Tuch fast komplett senkrecht nach unten stellen – ideal als frontaler Sicht- und Sonnenschutz bei sehr tiefstehender Abendsonne.
Kann ich die Markise alleine montieren?
Der Aufbau ist nicht kompliziert, sollte aber aus Gründen der Sicherheit und Genauigkeit zwingend von zwei Personen durchgeführt werden. Eine Person muss die lange Teleskopstange mit einer Wasserwaage exakt lotrecht festhalten, während die zweite Person das Gewinde andreht, um den nötigen Druck zwischen Boden und Decke aufzubauen.
Schützt der Markisenstoff auch vor Regen?
Unsere Markisenstoffe (meist PU-beschichtetes Polyester) sind schmutz- und wasserabweisend. Einem leichten, kurzen Sommerregen halten sie problemlos stand. Dauerregen oder Starkregen sind jedoch gefährlich für das System: Es können sich sehr schnell schwere Wassersäcke bilden, die das Gestänge durch das enorme Gewicht zum Verrutschen bringen.
Kann ich die Klemmmarkise im Winter draußen lassen?
Technisch gesehen ja, sofern das Tuch komplett eingefahren ist. Um die Lebensdauer des Stoffes und der Mechanik jedoch zu maximieren, empfehlen wir, das System über den Winter abzubauen und trocken im Keller zu lagern. Da der Abbau durch einfaches Lösen der Stangen in 15 Minuten erledigt ist, sparen Sie sich so überflüssige Witterungsschäden durch Schnee und Frost.
Gibt es Klemmmarkisen auch elektrisch mit Motor?
Nein, Balkon-Klemmmarkisen werden fast ausschließlich mit einer manuellen Handkurbel betrieben. Ein schwerer Rohrmotor würde das Gewicht der leichten Teleskop-Konstruktion unnötig erhöhen und sie kopflastig machen. Zudem fehlt auf den meisten Mietbalkonen ohnehin ein zugänglicher Stromanschluss. Die Kurbel ist autark, wartungsfrei und absolut zuverlässig.
Wie reinige ich den Stoff meiner Klemmmarkise?
Grobe, trockene Verschmutzungen wie Blütenstaub bürsten Sie am besten vorsichtig ab. Hartnäckige Flecken reinigen Sie mit lauwarmem Wasser, einem weichen Schwamm und etwas milder Seifenlauge. Nutzen Sie niemals aggressive chemische Mittel, harte Bürsten oder gar einen Hochdruckreiniger, da diese die Schutzbeschichtung des Gewebes dauerhaft zerstören würden.